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Meldungen und Berichte aus Umwelt und Natur

 

Der Umweltausschuss des DSV

Er arbeitet eher im Verborgenen – im Hintergrund. Die Themen mit denen er sich beschäftigt, sind sperrig. Die Ausschussbezeichnung macht es deutlich: Recht, Umweltschutz, Raumordnung – das ist Inhalt und Programm. Frau Leisner und Herr Stoldt führen hauptamtlich den Fachbereich; alle anderen engagieren sich ehrenamtlich und kommen zweimal im Jahr in Hamburg aus allen Teilen Deutschlands zusammen, um zu beraten und in enger Kooperation mit dem DSV-Vorstand Beschlüsse zu fassen und / oder vorzubereiten. Laufend hält die Geschäftsstelle Kontakt zum Vorsitzenden Dr. Eberhard Geisler und zu den anderen Ausschussmitgliedern. Die modernen Kommunikationsmittel ersparen häufige, zeitaufwendige und teure Treffen. Umso mehr schätzen die Ausschussmitglieder die sehr angenehme Arbeitsatmosphäre. Sie ermöglicht es ein großes Arbeitspensum zu schaffen.

Erklärtes Ziel ist und bleibt das Segeln in einer intakten Umwelt – in sauberem Wasser und reiner Luft – aktuell und zukünftig. Genau an diesem Punkt gibt es eine Kongruenz mit den Zielen des Umwelt- und Naturschutzes. Die oft zitierten und angewandten 10 goldenen Regeln des Wassersports – ein Pflichtprogramm für jeden Segler – sind Ausdruck dafür.

In „DSV-Intern“ werden laufend die Arbeitsergebnisse des Umweltausschusses veröffentlicht. Die Themen reichen von entschiedenen Einsatz für die Befahrung der Offshore-Windparks über die EU-Führerscheinrichtlinie (Anhängerproblematik), Elbvertiefung / Jade-Weser-Port bis hin zur Null-Promille-Grenze auf dem Wasser.

Der Umweltausschuss versteht sich als ein Dienstleister für die Vereine des DSV. Seine Arbeit ist in ihren Ergebnissen oftmals nur indirekt spürbar. Beispiel: der ursprüngliche Plan der EU-Kommission eine neue Führerscheinklasse „B + E“ für Anhänger über 750 kg zulässiges Gesamtgewicht einzuführen, ist auch durch DSV-Intervention voraussichtlich vom Tisch. Unter Beteiligung des LSV Schleswig-Holstein und des DSV hat sich die Landesregierung Schleswig-Holstein dafür ausgesprochen, kein Befahrensverbot für die Sportschifffahrt bis 25 m Länge in Offshore-Windenergieparks einzurichten.

Der Ausschuss und seine Mitglieder werden sich auf dem Seglertag in Hamburg vom 28. bis 30. Oktober 2005 vertreten sein. Anregende Diskussionen, kritische Beiträge und fachliche Auseinandersetzung werden erwartet.

Foto: Dr. Eberhard Geisler

Der Ausschuss für Recht, Umweltschutz und Raumordnung des Deutschen Seglerverbandes im November 2004 in Hamburg – nur kurzfristig wird die dichte Arbeitsatmosphäre für ein „Werkstattfoto“ unterbrochen.

Von links nach rechts: als Gast Uwe Wendt vom Fachverband Segeln (Bremen); Rechtsanwalt Dr. Klaus Rösch vom Seglerrat des DSV (München); Dipl.-Ing. Wasserbau Peter Knabe (Wedel); Natur- und Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Hertel (Berlin); Fachgebietssekretärin Karin Leisner (Hamburg); Rechtsanwalt Wilhelm Beckmann (Steinfeld); Vorsitzender des Ausschusses Raum- und Landschaftsplaner Dr. Eberhard Geisler (Essen); Leiter des Fachbereiches Jurist Michael Stoldt (Hamburg); DSV-Vizepräsident und Richter Dr. Lorenz Walch (München).

18.04.05/HW